Diamantwegsbuddhismus mit Lama Ole Nydahl

Buddhismus im Westen

Osterkurs Kassel 2017 – Das große Siegel

Ich schreibe immer dann auf meinem Blog, wenn mir etwas sehr auf der Seele brennt.
Dieses Mal geht es um den deutschen Diamantweg-Buddhismus, und hier bedarf es meines Achtens der Aufklärung. Leider reicht, im Gegensatz zu der Meinung einiger auf dem Osterkurs 2017 von Lama Ole Nydahl in Kassel anwesender Buddhisten eine einfache Meditation hierzu nicht aus. Die Störgefühle waren an jenem Wochenende weit verbreitet.
Ich möchte hier einem langjährigen Mitglied der Sangha das Wort überlassen. Denn nach meinen Erfahrungen in Kassel habe ich mich entschlossen nie Teil dieser Sangha zu werden!

// Hiermit weise ich darauf hin, dass folgender Text aufgrund einer einstweiligen Verfügung um 2 Passagen gekürzt worden. Hierbei handelt es sich um Aussagen, für die nun Beweise vor Gericht vorgelegt werden müssen 😉
B. Tubis – 12.09.2017

In den Worten von Karma Dechen Llamo:

Ein Diamantweg-Lehrer zu sein ist eine große Verantwortung. Die Methoden des Vajrayana sind sehr kraftvoll und die Resultate kommen sehr schnell. Deswegen muss der Lehrer sehr vorsichtig sein, denn wenn er etwas falsch macht, können auch die Resultate ziemlich dramatisch sein.“

Lama Ole Nydahl, geb. 1941 in Dänemark, gilt als höchster westlicher Würdenträger des tibetischen Buddhismus. Zum Osterkurs in Kassel trifft sich alljährlich die Sangha, die Gemeinschaft der Gläubigen, um Vorträge zu hören und seine Belehrungen/Einweihungen zu empfangen. Ich kenne ihn aus der Zeit, als man ihn noch nicht Lama, sondern nur Ole nannte… ein liebenswürdiger Freigeist, ein begeisternder Lehrer. Ich schätzte seine Empfehlung, nicht nur dem eigenen gesunden Menschenverstand zu vertrauen, sondern auch täglich eine gute Tageszeitung zu lesen. Und er trug eine erfrischende Abneigung gegen jeglichen Personenkult vor sich her.

Am Gründonnerstag 2017 leuchtet von der Großleinwand der Gompa ein stark gephotoshoptes Bild in den Saal. Ole Nydahl trägt ein T-Shirt, auf dem steht „Freedom of Speech“, weiß auf blau. Lama Ole ist ein Verteidiger der Meinungsfreiheit. Bereits der Überblick zur Mahakala-Meditation verpflichtet alle Meditierenden „für die Freiheit der Rede einzustehen, immer und überall, denn damit beginnt alles“. Er trägt vor, dass man sich nicht getrennt erleben, Störgefühle wegmeditieren und den damit verbundenen inneren Monolog zum Schweigen bringen soll. Fast wortwörtlich ist das der Vortrag seit 30 Jahren oder länger, dennoch erscheint der Lama mir diesmal wenig vorbereitet und wenig strukturiert. Trotz guter Tonübertragung ist es ab und an schwer zu verstehen, worauf er eigentlich hinaus will, wenn er wieder mal vom Thema abschweift. Die Meditation auf den 8. Karmapa muss er dann ablesen.
Er trägt etwas leiernd vor…

// Meine freche innere Stimme fragt, ob er denn den Sinn nachvollzieht, so unkonzentriert wie er da abliest. Sein Deutsch ist in den letzten 30 Jahren eher nicht besser geworden. Mehrmals wiederholt er die Dakini Passagen, als seine Blätter durcheinander geraten. Auffällig oft verliest er sich. Jeder kann das sehen, weil der Text via Leinwand eingeblendet ist. Fragen am Saalmikrophon beantwortet er meist nicht nach Inhalt, sondern nach dem, was ihm offenbar gerade so durch den Kopf geht und irgendwie in die Richtung laufen könnte. In meiner Sitzreihe raunt es „er hat die Frage schon wieder nicht beantwortet“.
Die innere Stimme merkt an, „die sind alle neu dabei und wissen noch nicht, dass das nur Störgefühle sind. „

Aber als er die neue Uhr an seinem Handgelenk nur mit Mühe lesen kann und vom Podium aus wortreich nachfragt, was die Zahlenanzeige bedeutet, schießt mir der Uhrentest durch den Kopf. Auch der Flurfunk kennt Gerüchte. Ich sage der inneren Stimme lieber „pey“, denn das ist das Mantra bei schlimmen Störgefühlen. „Pey, pey, pey.“ Auf tibetisch klingt das um einiges schicker als ein deutsches „Pfui“.

Für Samstag ist Lama Ole mit einem Vortrag über einen anderen Lama der Linie angekündigt. Er beginnt statt dessen mit einem längeren politischen Exkurs und will sich auf einen Artikel aus der Financial Times vom 11. März 2017 beziehen, in dem es um Marine Le Pen, Chefin des Front National, geht. Wir haben mittlerweile Mitte April, es ist ihm also wichtig.

// Die innere Stimme schwingt jetzt in höchster Erregung. „Der französische Front National ist eine rechtspopulistische Partei. Sie verbreiten falsche Informationen, deren Charme es einfach nur ist, dass sie falsch sind. Ziel von Le Pen ist u.a. der Austritt Frankreichs aus der EU, was den Zerfall Europas nach sich zöge. Das spielt den Zielen von IS, Taliban und fundamentalistischen Muslims in die Hände, die Angst und Schrecken verbreiten und einen Djihad anzetteln wollen. Ole Nydahl treibt als Lama die politische Destabilisierung Europas voran und gerade das macht ihn für den IS zu einem zuverlässigen Helfer auf dem Weg.“


Ole findet den Zeitungsartikel (bzw. Tomek findet ihn für ihn) und übersetzt Teile daraus.
„Die versuchen, die Immunität von Marine Le Pen aufzuheben, sogar während sie Krach mit den Anderen hat. Sie darf nicht sagen was sie will. Das ist Zensur. Sie will Präsident von Frankreich werden, das ist feige, sie so anzugreifen. Und nur, weil sie die Wahrheit gesagt hat.“

// Die innere Stimme ist irritiert: Das europäische Parlament hatte schon am 1.3.2017 Le Pens Immunität aufgehoben und seitdem ist `ne Menge schlimmeres passiert.

Vor meinem inneren Auge erscheinen die Bilder, als Marine Le Pen Anfang des Jahres die unbequemen Fragen eines akkreditierten Journalisten mit Rauswurf quittiert. Das kam so: Im Januar 2017 weigerte sich Le Pen, 342.000 Euro an das Europäische Parlament zurückzahlen, die Le Pen verwendet hatte, um regelwidrig Mitarbeiter des FN zu entlohnen. Der Journalist Paul Larrouturou wollte am ‚Salon des Entrepreneurs‘, einem Unternehmensforum in Paris, Le Pen zu dem Vorfall die Frage stellen, ob ihre Sicherheitsleute auch fiktive Mitarbeiter des EU-Parlaments wären. Professionelle Politiker würden das als Standardfrage sehen. Le Pen hingegen demonstriert hier, dass sie mit Redefreiheit und Transparenz nichts am Strüßchen hat.

// Der innere Monolog erklärt mir: Es ist in Ordnung, dass der Lama eine politische Meinung hat. Aber er soll sie bitte für sich behalten! Ich mag Le Pen nicht. Und ich mag es noch weniger, dass der Lama uns eine Rechtsextremistin als Vorbild darstellt. Warum muss ich mir überhaupt vom Podium herab extreme politische Standpunkte anhören, bevor ich die buddhistischen Belehrungen bekomme, wegen denen ich eigentlich angereist bin?

Aber worüber regt Ole sich nun eigentlich auf?

Le Pen hat ihre diplomatische Immunität verloren, aber nicht, weil sie etwas Unliebsames im Parlament gesagt hat, sondern weil sie über ihren Twitteraccount Propagandafotos des „ISIS“ verteilte. Horrorbilder mit Leichen, Angst und Schrecken. Die Verbreitung von Gewaltbildern ist in Frankreich eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Haft und 75.000 Euro geahndet werden kann.

// Die innere Stimme kommentiert: Es bringt halt schlechtes Karma, wenn man die Gesetze des eigenen Landes nicht kennt…

Ole fährt fort: Es geht nicht, dass eine freie demokratische Frau viel schlimmer dargestellt wird als Leute, die Andere in die Luft jagen. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht überbürokratisiert werden bei allem „das haben wir dort entschieden“, nicht“.

// Erregt er sich über die Folgen quasi einstimmiger Parlamentsbeschlüsse und der Lügenpresse? … echt jetzt? … pey….

Ole ist in Fahrt: „Ein sehr guter Freund von uns, Professor von der Texas Universität, macht eine Menge wichtiger Arbeit, er hat einige Bücher, die wir schon übersetzt haben und die ganz wichtig ist (sic!). Wie die Frauen den Kitzler abgeschnitten bekommen und die anderen Sachen, die immer wieder geschehen im Namen des Islam und wir müssen hier unsere Frauen schützen.“

// Fragen über Fragen… wessen Frau bin ich hier? Wem gehöre ich?
Und welcher Moslem will mir an den Kitzler?

Die innere Stimme merkt an, dass es okay ist, wenn ich mich sicher fühle, weil die Verbrechensrate in Deutschland bereits seit 1995 rückläufig ist … muss an der Zuwanderung liegen.

Doch, er hat das wirklich so gesagt…

Später schaue ich mir die Werke des so sehr angepriesenen Professors aus Texas an. Drei dünne Büchlein werden hier umsonst verteilt, über den Koran, die Hadithen und die Scharia. Und ich sehe: Der Mann ist nicht etwa Professor für Theologie oder vergleichende Religionswissenschaften, sondern für Mathematik. Auf den ersten Seiten steht ein Disclaimer drin, dass er sich mit seinen Büchern gegen Religionsfeindlichkeit, Rassismus und Vorurteile wendet. Damit wäre das Buch im Grunde zu Ende, denn der Rest befasst sich sehr krass genau mit dem, wovon es sich anfangs distanziert, jedenfalls soweit ich durchblättere…

Wie ist das mit der Genitalverstümmelung im Namen des Islam? Da frage ich mal meine muslimischen Freundinnen Gilda und Maria, sie sind gebürtig aus Teheran und Casablanca, ob die Beschneidung für sie sehr schlimm war. Die beiden sind schon älter. Und ich frage die Freunde meines erwachsenen Kindes, Reza aus Pakistan und Darius aus Afghanistan, wie ihre Mütter damit klarkommen. Ich muss mir ein Herz fassen, denn die Frage ist mir peinlich. Und peinlich wird es auch, denn keine und keiner von ihnen hat bisher von einer weiblichen Beschneidung in ihrem Land auch nur gehört. Die Recherche bestätigt: In den Mahgrebstaaten ebenso wie in Syrien, Libanon, Iran, Irak, Saudi Arabien, Afghanistan oder Pakistan ist Genitalverstümmlung kein Brauchtum. Sie ist vielmehr verboten und das Gesetz wird auch durchgesetzt. Die Quote weiblicher Beschneidung ist nahe Null zufällig genau in den Ländern, die besonders unter islamischen Fundamentalisten wie IS und Taliban zu leiden haben… Der Lama vermischt da ein paar Dinge.

Alle, die beim ThemaGenitalverstümmelungauf die Informationen des Lamas vertrauen, mögen bitte auch Zuflucht zu unser aller Freundin Wikipedia nehmen. Danach weiß mensch: Genitalverstümmelung an Frauen ist zwar ein so uralter wie widerlicher Brauch. Aber erste schriftliche Quellen datieren von 200 vor Christus… der Islam entstand erst 900 Jahre später. Von Frauenbeschneidung betroffen sind Muslima, aber auch Indianerinnen in Amerika, Aboriginee-Frauen in Australien oder Jüdinnen in Europa. In Gambia ist jede fünfte Christin beschnitten. Vor allem bildungsferne Kulturen tun das jungen Mädchen als Initiationsritus an.

Die weibliche Beschneidung steht nicht im Koran. Es gibt dazu wohl ein Hadith, eine Geschichte, die aber von vielen als gefälscht angesehen wird. Nur darin gibt es eine Äußerung zur Beschneidung, die aber keine Anweisung ist. Oles Behauptung impliziert, dass alle Muslime ihren Frauen den Kitzler abschneiden, weil der Islam das verlangt. Da sind wir dann im Bereich „alternative Fakten“. Aber wer hinterfragt Informationen, die eine Vertrauensperson wie der Lama gibt…

Wie ist so eine Behauptung eigentlich einzuordnen? Sie ist unwahr und unfair und dabei so manipulativ, dass sie Zusammenarbeit und guten Willen zwischen den Kulturen beschädigen wird. Das ist geeignet, unsere Gesellschaft zu spalten!

// Die Innere Stimme fragt: Welchen Wert hat eine Lehre, wenn dem Lehrer billigste Mittel recht sind?

Dabei finde ich es wichtig, dass man die weibliche Beschneidung thematisiert. Man löst das Problem aber ganz offenkundig nicht, indem man es dem Islam umhängt, denn damit lässt man sehr viele betroffene Frauen, die nicht Muslima sind, hilflos zurück. Eigentlich muss man Feminismus und Frauenrechte in die Köpfe bringen, das wäre ein probates Gegenmittel. Dazu hat Lama Ole aber nie Zugang gefunden.

Und jetzt? Ja, es gibt Fundamentalisten. Und leider gibt es in jeder Gesellschaft eine „Idiotenquote“. Aber die ist weder von der Religion abhängig noch vom Schulabschluss. Sondern davon, ob Menschen im sozialen Leben integriert sind durch regelmäßige Arbeit und Fortbildung, ob sie intelligente Tageszeitungen lesen, an Kulturveranstaltungen teilnehmen, Arbeit im Verein und im Ehrenamt, kurzum: dass sie regelmäßige und unausweichliche Diskussionen mit Menschen haben, die andere Meinungen vertreten und dass sie gezwungen sind, nach den besten Argumenten (und nicht nach Herkunft, Hautfarbe oder Religion) zu entscheiden.

Erst dann entsteht der wahre Freedom of Speech! Und dann entsteht auch Integration. Aber nur wer die eigene Comfort-Zone verlässt, wird die eigene Verblödung nachhaltig verhindern. Übrigens gilt das auch bei Muslimen, die nach Deutschland gekommen sind: Die brauchen auch dringend einen Realitätsabgleich. Und der darf gerne energisch sein! Das erfolgt am besten mit Menschen, die hier geboren sind und ein liberales Verständnis für Religion und Kultur haben. Die wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den islamistischen Fundamentalismus ist nämlich die große Menge liberaler integrierter Moslems in der EU. Genau die grenzt Ole aber in seiner pauschalisierenden Art aus…

// Die innere Stimme fragt an diesem Punkt, ob Lama Ole, der in der Sangha als erleuchtet gilt und auf den man zwecks Verschmelzung meditieren soll, fremde Meinungen noch interessant findet und ob man überhaupt Gesprächspartner mit abweichenden Vorstellungen an ihn heran lässt.

Zum Eklat kommt es, als eine ältere Frau ans Saalmikrophon tritt. Sie dankt zunächst dem Lama für sein Engagement gegen Islamismus und Frauenbeschneidungen. Beide Themen seien wichtig. Und dann fängt sie an zu differenzieren. Aber sie wird gleich unterbrochen… Sie solle ihre Frage stellen, aber nicht den Lama belehren, wird sie ermahnt… Sie fragt, wie er seinen Ausspruch gemeint hat, dass alle Muslime, die da kämen, ungebildet seien, dass man Syrer eventuell schon ins Land lassen könne, Afghanen aber nicht. Der Lama geht darauf gar nicht ein, sondern macht die Frau lächerlich und als sie präzise und verbindlich zum dritten Mal ansetzt, ordnet er an:

Nehmt ihr das Mikrophon weg.

Ist das der Lama Ole, der die Freiheit der Rede in der Einleitung zur Mahakala Puja propagiert?

Ob Mitglieder der Sangha diesen meinen Beitrag lesen werden? Ihnen gilt mein Mitgefühl… 3.500 Leute haben beim Osterkurs in Kassel populistische Behauptungen an der Grenze zur Volksverhetzung schlucken und ihre sicherlich vorhandenen Störgefühle dazu wegmeditieren dürfen. Das Guru-Yoga ist eine Verschmelzungsmeditation, die großes Vertrauen voraussetzt!

Die große Mehrheit dürfte bisher der Behauptung von Ole geglaubt haben, dass er unpolitisch sei. Aber das stimmt doch nicht. Praktisch in jedem seiner Vorträge bringt er seine Islamophobie unter und solidarisiert sich, und damit die Sangha, mit rechtspopulistischen Bewegungen.

Wozu führt das… Es gibt inzwischen Sanghas, da sind die Störgefühle so stark, dass einige Leute Wasser und Lebensmittel für den Kriegsfall bunkern, einen Waffenschein machen und schießen lernen… Dass da AfD Propaganda rumliegt, ist noch das kleinste Problem.

Und jetzt? Ole wird seine Meinung kaum ändern und das sei ihm auch unbenommen. Aber er soll damit nicht missionieren gehen wie bisher.

Im Buddhismus sind Zweifel und auch Fragen erlaubt. Mit ihnen kann man sich von Stufe zu Stufe aufwärts zweifeln bis zur Erleuchtung.

Geneigte Leserin, geneigter Leser, bitte hinterfrage abschließend für Dich den Wahrheitsgehalt der folgenden Aussagen von Ole:

Muslime schneiden Frauen im Namen des Islam den Kitzler ab.

Syrer kann man schon einige reinlassen, Afghanen aber nicht.


Solche Aussagen gehören nicht auf einen unpolitischen Meditationskurs, oder? Wem das alles mit der eigenen Realitätswahrnehmung und grundlegenden eigenen humanitären Ansprüchen konfligiert, könnte auf die Idee kommen, dass der Diamantweg-Buddhismus nach Ole Nydahl in den letzten Jahren eine sonderbare – hier nachlesen lohnt –
Entwicklung aufzuweisen hat.

// Die innere Stimme stellt eine Methode fest: „Ole bezeichnet sich selbst als Yogi und erhebt für sich den Anspruch, ein Meister im Sinne der »verrückten Weisheit« zu sein. Damit entzieht er sich jeder kritischen Prüfbarkeit im Sinne der Lehren des Buddhismus und behauptet, sein Verhalten unterliege nicht den Maßstäben konventioneller Realitäten und Wertungen. In Erwiderung auf die Kritik, seine Lehren seien oberflächlich, soll er gesagt haben: »Gelehrte Menschen machen einfache Dinge kompliziert und Yogis machen komplizierte Dinge einfach.« Absurderweise wäre dann auch Donald Trump ein ›Yogi‹, da er komplizierte Dinge einfach macht („es gibt keinen Klimawandel“) und im Zweifel „alternative Fakten“ schafft.“

Mein Fazit: Ole ist inzwischen von einem interessanten und in Teilen liebenswerten Buddhisten zu einem fragwürdigen Sektierer und Spalter geworden, der sein buddhistisches Know How nicht mehr dazu nutzt anderen Menschen zu helfen, sondern um sich selbst bzw. seine PeerGroup wichtig zu machen und seine Islamophobie zu verbreiten.

Die Botschaft ist: Vertraut keinen Behauptungen – informiert Euch!

Mit den besten Wünsche und Gedanken

Karma Dechen Llamo

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36 Gedanken zu “Diamantwegsbuddhismus mit Lama Ole Nydahl

  1. Sagte nicht der Buddha mal ‚wenn du den Buddha triffst, töte ihn.‘?

    Interessanter text, die wahrscheinlich ebenso interessante Diskussion darunter werde ich später lesen.
    mir ist es immer suspekt wenn jemand Aussagen tätigt und danach langatmig dargelegt wird, wie denn diese Aussagen eigentlich gemeint waren und wie sie denn richtig zu verstehen sind.

  2. G.Reinhold

    Ole Nydhal will einfach den Buddhismus und die Freiheit schuetzen. Wer mal den Koran und die Hadithe gelesen hat weiss das Unglaeubige die Kopfsteuer zahlen muessen wenn sie nicht getoetet werden wollen. Gilt nicht fuer Buddhisten sind keine sog. Religion des Buchs also laut Sharia Kopf ab. Es wurden schon mal millionen Buddhisten getoetet. Schoen die Religion unterstuetzen die Buddhisten toeten will und dann noch die sangha spalten indem man fordert das Oles Sangha aus der BDU geworrfen wird. Schoene Buddhisten seit ihr. Ich empfehle Praxis der padmafamilie———bringt unterscheidende Weisheit auch im relativen Sinn.

    1. Sorry, aber nicht nur meiner Meinung und Erfahrung nach, missbrauchen er und eine ganze Reihe seiner Anhänger den Buddhismus auf das Ärgste.
      Abgesehen davon sind nicht der Koran oder die Missetaten von Menschen in der Vergangenheit die Messlatte, an der er sich zu messen hätte, sondern der Buddhismus selbst!
      Dagegen verstoßen nach meinem Verständnis er und seine Jünger in jeder Minute ihrer jetzigen Inkarnation.
      Möge Buddha ihm mit seiner Hand ein wenig mehr Verständnis für seine nächste Runde hinter die Ohren geben.
      Jeder wahre Buddhist muss auf Missstände aufmerksam machen und anderen Menschen helfen. Dafür braucht es keine „padmafamilie“.
      Denn:
      Nur durch Wahrheit kann man Weisheit erlangen!

  3. Martin

    Ich habe eine Erfahrung gemacht: Generalisiert wird gerne, wenn es gegen die Meinung anderer geht. Der Islam darf nicht pauschal benannt werden, der Diamantweg aber schon, ja? „Wenn man mit DWlern diskutiert kann man ziemlich ähnliche, wiederkehrende Muster in der Kommunikation identifizieren“. Ich identifiziere ebenso Muster hier. Z.B.:
    1.) Das auf Teufel komm raus versucht wird, aus dem Islam eine friedliche Religion zu machen. Fast 80% der aufgeklärten westlichen Welt glaubt nicht daran. Sind die alle doof und nur die wenigen hier im Blog liegen richtig?
    2.) Wer sich nicht 100% genau ausdrückt, wird gleich nieder gemacht, aber selbst wird sehr grob mit Schrot geschossen, was die Büchse hergibt.
    3.) Die Leute reden alle über Ole, aber die wenigsten mit ihm. Besonders die, die am lautesten schreien sind die feigsten unter ihnen, verstecken sich dann auch noch hinter Ihren tibetischen Namen, wenn die denn überhaupt stimmen
    4.) Die meisten hier im Blog sind doch nur laute Tastaturtäter. Wer Ole kennt weiß: Er wäre der erste, der ins Wasser springt und Menschen das Leben rettet, egal welche Hautfarbe oder Herkunft. Zumindest diese Eigenschaft könnten doch die hier so tuenden ehemaligen Schüler über Ole bestätigen, sollten sie ihn wirklich kennen. Das können wohl die wenigsten Schreihälse hier im BLOG von sich behaupten, Am wenigsten Mr. Wolfssmutje himself.

    Jeden Tag Tote im Namen des Islam und Allah, und das seit Jahren. Mir ist es mittlerweile wurscht ob jemand sagt der Islam oder Teile des Islam sind dafür verantwortlich. Ich habe viel darüber gelesen. Das Gewaltproblem dieser Religion ist klar im Kern angelegt und keine Perversion einiger weniger. Bildet euch bitte! Kaum ein Leben ist so gut dokumentiert wie das von Mohammed. Er war nur die ersten 13 Jahre nach der Religiongründung des Islam friedlich, dann wurde er gewalttätig wie kaum ein anderer. Er hatte Sexsklavinen, tötete vornehmlich Juden, aber auch andere. In den letzen Jahren seines Lebens vergingen keine 6 Wochen, an denen er nicht selbst an gewaltsamen Handlungen beteiligt war. Lest Hadith und Sira! Dann werdet Ihr erkennen, dass ISIS, Taliban, Al Schabat und wie sie alle heißen nur eines machen: Sie leben aus, was Mohammed selbst getan und gelehrt hat und von seinen Schülern fordert. Im Kern des Islam ist angelegt, dass der Koran nicht interpretiert werden darf und die neueren Suren vor den Alten gelten. Und wisst Ihr was: Es sind nur verschwindend wenige Muslime anderer Meinung. Eben die absolute Minderheit, wie hier im BLOG. Realitätsfern und gläubig.

    1. Wer lesen und denken kann, ist klar im Vorteil.
      Wer dann auch noch nachfragt, anstatt zu verurteilen oder irgendwelche Fakten mit Vorurteilen als Wahrheit verkaufen zu wollen kann als intelligent betrachtet werden. Alles andere kenne ich bereits aus Shitstorms von Leuten die eine Meinung aber keine Lust zu Nachdenken haben.
      Diese werden die Menschheit nicht voranbringen und mit für Ihren Untergang verantwortlich sein.
      Ich verstehe, dass „martinhaage“ dazugehört und wünsche ihm im nächsten Leben mehr Verständnis und Entwicklung.

      1. michael

        Sorry WolfSmutje, aber Martin schreibt doch in vielen Dingen, das was geschrieben steht. Menschen die einen Mann anbeten, der gerne Kriege geführt hat, kleine Mädchen mißbraucht hat; er heiratete ein Mädchen, da war sie sechs!!!Jahre alt und hatte mit ihr Sex da war sie neun, bei uns nennt Mensch das Kindesmißbrauch, und seine Gläbigen auffordert alles zu versklaven und zu töten was nicht zu Allah betet, sollte auch Dir zumindest suspekt sein, oder???

      2. Hi Michael,
        ob ich jetzt eine imaginäre Wesenheit oder einen sogenannten „Yogi“ aus Dänemark anbeten soll, ist fast egal.
        So ein „Yogi“ redet aber im Gegensatz zu einer imaginären Wesenheit zu einem. Und wenn der Bullshit redet und jemand das für unantastbar hält ist diese Person schlimmer hörig, als bei jedem der Sado-Maso-Spiele spielt.
        Also:
        Wer seinen eignen Kopf nicht einsetzt, hat verloren.
        Wer irgendwelches geschriebene übernimmt ohne nachzudenken, hat verloren.
        Wer nicht aus der Vergangenheit lernt, hat verloren.
        Es ist egal, ob man einer monotheistischen Religion, oder einer anderen Weltanschauung (z.B. den Pastafari) angehört.
        Was Du – Michael – anführst ist ein Mensch der gerne Kriege führt. So habe ich besagte Person aus DK erlebt. Das waren für mich Hetzreden pur. Ein wenig schlimmer empfand ich es nur in Dokumentationen aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts von 2 Deutschen.
        Und Missbrauch begehen Menschen. Das gab und gibt es überall. Schau mal nach Belgien oder ist Gedächtnis zu kurz für so etwas?
        Wie lange ist es her, das in Europa Kinder verheiratet wurden? Vielleicht sollte man mal seine Großeltern fragen. Da gibt es einige, die das auch noch kennen.

      3. Michael

        Sei gegrüßt Wolfsmutje,

        schön von Dir zu lesen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Du keine Dänen anbeten willst. Wer will das schon? Vor mehr als 40 Jahren kündigte ich meine Mitgliedschaft in der katholischen Kirche aus eben diesem Grunde.
        Da Du die 30iger Jahre des letzten Jahrhundert ansprichst, möchte ich auch gerne auf die Gefahr hinweisen, dass beim Thema Islam die Gefahr besteht die Meinungsfreiheit einzuschränken. Ich bin ganz Deiner Meinung, dass wir vermeiden müssen, dass Menschen, die Ihre Sichtweise zu den Dingen frei äußern, kriminalisiert werden. In der von Dir beschriebenen Zeit bekamen die Menschen dann Sterne angeheftet und wurden weggesperrt oder….
        Das es im Mittelalter auch in unseren Breiten Kinderehen gab, rechtfertigt doch nicht, dass es in islamischen Kulturen noch heut weit verbreitet ist. Bestenfalls Mädchen noch verstümmeln, der Gutmeinende nennt es Beschneidung. Das Mittelalter haben wir ja glücklicherweise hinter uns gebracht. Nun müssen wir es uns ja nicht wieder ins freie Europa holen.

        Ein angenehmes Wochenende

      4. Hallo Michael,
        nach dem was ich nun schon wieder bei Dir gelesen habe, sehe ich Du machst immer weiter dieselben Fehler.
        Es ist schön, das Du vor mehr als 40 Jahren die Katholische Kirche verlassen hast, um nun wieder bei einer Institution zu landen, die nach allem was ich mit meinen Ohren hörte, als Vorgänger der Inquisition bezeichnen werden könnte.
        Und nochmal: Du bist zu sehr I-fixiert! Mit dieser Denkweise kannst Du einfach keine Erleuchtung finden.
        Man siehst gerade an Wilders, LePen, Gauland und Nydahl, wie weit es die Mitteleuropäer gebracht haben. Nur die Technik hat sich weiter entwickelt. Man kann schneller rechnen, aber echten Zusammenhängen verweigert man sich um seine verqueren Ideale zu behalten, auch wenn man mit der Nase drauf gestoßen wird. Die Denkweise vieler Menschen – und meines Erachtens auch die von Ole und Dir – ist wieder im Mittelalter angekommen. Ich glaube nicht, dass Deine Großeltern im Mittelalter gelebt haben, da Du scheinbar, genau wie Ole keine Digitaluhr lesen kann, die Zeiten nicht sauber trennst.
        Mögest Du die zweite (Sila) Paramitas erlangen.
        Allerdings gehe ich davon aus, dass Du noch mehrere Leben dafür brauchst, da selbst die Grundlagen ich bei Dir nicht erkennen kann.

  4. Michael

    Hallo Wolf, hallo Tempel,

    nun will ich den Sonntag nutzen, um auf Eure Beiträge kurz einzugehen. Zunächst möchte ich nochmals feststellen, dass ich persönlich keine Schwierigkeiten habe, mit kritischen Beiträgen zu Ole Nydahl und dem Diamantweg umzugehen. Meine Intension war aufzuzeigen, dass es mehrere und verschiedenste Ansichten zu dem Thema gibt und sicher weiter geben wird. Auch in meinem Freundeskreis gibt es Menschen, die aus verschiedensten Gründen die „Sekte“ verlasen haben, die ich aber noch immer zu meinen Freunden zählen darf. Dieses steht doch in krassem Widerspruch zu der These „wir“ wären eine Sekte.
    Zum Thema Verstümmelung von Frauen, habe ich m.E. in den meinem ersten Ausführungen auf die Target- Bewegung des Herrn Nehberg und seiner Frau verwiesen. Diesem Islamfeindlichkeit zu unterstellen wäre sicherlich weit hergeholt. Er beschreibt das Verbrechen der Verstümmelung aus islamischen Kulturkreisen. Das bedeutet nicht, dass auch in anderen Kulturkreisen dieses Verbrechen ausgeübt wird. Zudem sollte es möglich sein eine kritische Haltung zum Islam zu haben, ohne gleich als Rassist zu gelten. Wir müssen sicherlich nicht über den türkischen Gemüsehändler in Bochum reden, der als Moslem gut integriert in Deutschland lebt. Aber das der politische Islam eine Gefahr darstellt ist nicht zu verleugnen. Außerdem welche muslimisch geprägten Staaten sind so aufgestellt, dass ich dort meine Menung wie hier kundtun könnte?Lama Ole würde wahrscheinlich Redeverbot erhalten oder Schlimmeres erfahren. Das kann ja nicht in unser aller Interesse sein, die wir u.a. die Freiheit der Rede schätzen.
    Schade ist, dass in der Reaktion von Halbwahrheiten die Rede ist. Ich schrieb nirgendwo, dass die deutsche Regierung zum Lagern von Waffen aufgerufen hat. Wahrscheinlich muss diese auch zunächst die der Soldaten der Bundeswehr auf einen akzeptablen Stand bringen, damit diese nicht zur Ausbildung auf Fluggerät des ADAC zurückgreifen muß. Außerdem wäre es in meinem Falle höchst problematisch, da ich mir zunächst in die eigenen Füße schießen würde. Bisher bekam ich keine Aufforderung vom Lehrer mich zu bewaffnen. Mir rät er eher zur Meditation und „rechter“ Lebensweise. Aber vielleicht sieht er auch, dass ich zum Bollwerk gegen den Islam wenig beitragen könnte.
    Des Weiteren muß hier erlaubt sein, kurz auf die vermutete Demenz einzugehen. Ich weiß nicht, ob Ole an Demenz erkrankt ist. Sollte es so sein, dann ist er mit seinen bald 77 einer von vielen älteren Menschen, die darunter leiden. Allerdings ist es m.E. kein Kriterium für diese Vermutung, dass er seine Uhr nicht ablesen konnte. Würde ich sein Tagespensum haben, und ich bin 20 Jahre jünger, wüßte ich nicht einmal was eine Uhr ist.
    Es gäbe sicher noch sehr viel mehr zu schreiben, aber dass wir zu dem Thema unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen haben, wird sicherlich jedem schnell deutlich. Mein Interesse ist Eurer klaren positiven Haltung zum Islam und Eurer teilweise „vernichtenden“ Beschreibung der Karma Kagyü Buddhisten mit einem Ihrer Lehrer Lama Ole Nydahl etwas entgegenzusetzen. Ansonsten habe ich das Gefühl, dass nicht Eingeweihte denken könnten, es gäbe nur gleichgeschaltete Schafe, die einem dänischen Verbrecher hinterherlaufen und die ganze Zeit „MÄH“ rufen. Obwohl, wo ist mein Gras???

    1. Hi Michael,
      FASZINIEREND, würde Spok antworten.

      Wenn man mit DWlern diskutiert kann man ziemlich ähnliche, wiederkehrende Muster in der Kommunikation identifizieren.

      Hier taucht nun das der „verschiedenen Ansichten“ auf, implizierend, verschiedene Ansichten seien nebeneinander gestellt gleich valide. Sind sie aber nicht. Es gibt falsche Ansichten und korrekte oder verzerrte, unvollständige, irreführende etc. Unterscheidung ist möglich. Dinge können auf den Punkt gebracht werden. Das Bereich der „Sekten“ ist jedoch Unschärfe, da lässt es sich am besten manipulieren und indoktrinieren. (Persönlich halte ich DW nicht für eine Sekte, aber, es gibt schon sektenhafte Züge.)

      Dass Ole Nydahl sich pauschalisierend und undifferenziert über DEN Islam, DIE Muslime äußert – der Gymnasiallehrer, der Ole in Buenos Aires anspricht spricht von „atemberaubenden Generalisierungen“ seiner „islamophoben Tiraden“ – liegt doch auf der Hand, oder? Kannst Du das nicht sehen?

      Ich kenne Nehbergs Werke nicht. Genitalverstümmelung ist ein Verbrechen und völlig unnötig (ich bin generell auch gegen die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen). Aber Genitalbeschneidung bei Mädchen ist keine Handlung, die sich aus „dem“ Islam speist sondern aus einer Kultur oder kulturellen Strömung. Es ist primär ein kulturelles und kein religiöses Phänomen soweit ich das verstanden habe – auch wenn es in einigen Kulturen, wo Islam vorherrscht, vielleicht zusätzlich religiös begründet werden mag. Im oben verlinkten Text heißt es dazu:

      „Es ist nicht genau bekannt, woher die Tradition der Beschneidung kommt. Frühe Hinweise deuten auf das Alte Ägypten hin. Auf einem Papyrus aus dem Jahr 163 v. Chr. wird die Beschneidung von Mädchen erwähnt.“

      Daher ist aus meiner Sicht allein diese Formulierung inkorrekt: „Er beschreibt das Verbrechen der Verstümmelung aus islamischen Kulturkreisen.“ Du vermischst hier (bewusst?) Kultur mit Religion und schaffst / erhältst damit eine Zielscheibe für undifferenzierte oder pauschale Kritik am Islam. Präziser wäre: „Er beschreibt das Verbrechen der Verstümmelung aus Kulturkreisen in Afrika (und Asien).“ Noch präziser wäre hinzuzufügen, dass dort oft der Islam dominant ist, es aber in anderen islamisch dominierten Ländern, wie Iran, Irak, Saudi-Arabien, diese (Un)Kultur der Verstümmelung nicht gibt und Verstümmelung auch von Christen und anderen religiösen Praktizierenden in diesen Kulturen, wo sie stattfindet, durchgeführt wird.

      Natürlich soll und kann und ist es wünschenswert eine kritische Haltung zum Islam zu haben ohne gleich als Rassist zu gelten. Nur warum bringst Du diesen Punkt hier ein? Das macht hier keiner mit Dir oder Ole.

      Meister Ole:

      »Muslime schneiden Frauen im Namen des Islam den Kitzler ab«

      Auf die Frage eines WDR Moderators am 5.1.18, der die Beziehung Buddhismus Islam klären will sagt Ole:

      »Wir mögen die Muslims überhaupt nicht. Also was sie machen und die Ganze, all das Humorlose und die unterdrückten Frauen und die beschnittenen Frauen, nicht, kein Klitoris und all das, … was da passiert und all das, nicht, das ist furchtbar.«

      Als der Moderator auf die Gewalt von Buddhisten gegen Muslime in Burma zu sprechen kommt, haut Ole u.a. solche Sätze raus:

      »Buddhisten sind auch Menschen nicht und die haben Erfahrungen und wenn bei ihnen etwas passiert ist usw. und wenn es kräftig inszeniert ist wie von den Moslems, das wissen wir, in Myanmar geschieht, nicht usw.«

      Denk mal darüber nach, wo vernünftige Kritik beginnt und aufhört und wo Hetze basierend auf hanebüchenen Generalisierungen, Weglassen von Informationen, falschen Anschuldigungen usw. beginnt oder aufhört und vermische bitte die Grenzen zwischen Kritik und Hetze nicht. Es gibt da ein paar bedeutende Unterschiede. (Auch wenn generell diese Begriffe „Kritik“ und „Hetze“ schwer zu definieren sind.)

      Stellt „der politischer Islam eine Gefahr“ dar? Was ist denn „der politische Islam“? Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer: „Als politischen Islam kann man eine Ideologie und Bewegung bezeichnen, die davon ausgeht, dass der Islam ein gesellschaftspolitisches Programm hat, das auf Koran- und Prophetentradition beruht. … Der politische Islam, so wie er etwa in Marokko oder Jordanien auftritt, ist weder gewaltbereit noch systemgefährdend. Ganz anders der sogenannte Islamische Staat.“

      Aha, was nun ist die Gefahr an dem Islam an den Muslimen?

      Generell ist der politische Wahn – religiös begründet – des IS oder sind religiöse Fanatiker des Islam (oder anderer Religionen) schon eine Gefahr. Aber es sind eben nicht DER Islam oder DIE Muslime.

      Lama Ole als Opfer in islamischen Staaten? Lass uns mal auf dem Teppich bleiben. Im Moment sind Kritiker dieses Verkünders der »Freien Rede« Opfer seiner Anwälte. Soll nicht heißen, dass es in islamisch geprägten Ländern keine Probleme gibt und Kritik unangebracht wäre – nehmen wir nur die Taten auf die in Saudi-Arabien die Todesstrafe steht. Es ist jedoch müßig, das alles den Muslimen oder dem Islam anzulasten. Hinter der radikalen Strömung steht der sogenannte Wahabismus – der Kampf für die reine Lehre und gegen das Fremde. Das angebliche Schätzen der Freien Rede innerhalb des DW ist doch nur ein verklärendes Konstrukt, um gegen den Islam vom Stapel zu lassen. Geht es um das Hinterfragen oder Berichten von Nydahls Ansichten oder Äußerungen hingegen, wo ist da die Freie Rede? Da kommt: Nehmt ihr das Mikrofon weg, da wird ein fragender Kommentar gelöscht oder einfach Anwalt ab! Tolle Freie Rede ist das!

      Wegen der Demenz (oder Alzheimer): diese These haben mir gegenüber auch eine Journalistin, die ihn letztes Jahr direkt erlebte, ein mit Nydahl und Shamarpa’s Karmapa Kandidaten befreundeter Buddhist und ein mit Demenzstadien vertrauter Freund von mir (der sich das Interview mit der Nordhessenrundschau ansah) ebenso aufgestellt. Wenn das angesprochen wird, dann sicher nicht um Ole oder seine SchülerInnen zu kränken oder herabzusetzen sondern um seine SchülerInnen / den Diamantweg zu ermahnen, dass sie hier eine Fürsorgepflicht für ihn haben …

      Im Übrigen, ich habe keine „klare positive Haltung zum Islam“! Ich versuche ein informierte und differenzierte Sichtweise zum Islam und Muslimen zu entwickeln. Das schließt informierte Kritik ein! Hingegen habe ich eine klare negative Haltung zu Fanatismus, Rassismus, religiösen Extremismus, Hass (gibt es ja alles auch bei Buddhisten!). Auch habe ich keine „teilweise ‚vernichtende‘ Beschreibung der Karma Kagyü Buddhisten“. Ole Nydahl / DW Leute sind nicht DIE Karma Kagyü Tradition und nicht DIE Karma Kagyü Buddhisten sondern Praktizierende, die Aspekten der Lehre der Karma Kagyü Tradition folgen – laut dem bekannten US-Tibetologen Kapstein hat Ole „jedoch seine eigene Interpretation und seinen eigenen Stil, die nicht mit der traditionellen Praxis der Kagyü [Tradition] übereinstimmen“. All das soll aber weder Ole noch seinen Schülerinnen Qualitäten und Leistungen absprechen. Es wird ja wohl erlaubt sein eine Ecke im Internet zu haben, wo es nicht nur Lob oder Lobhudelei gibt, oder?

      Ansonsten tut es mir leid, dass diese Themen überhaupt angesprochen werden müssen. Nur Schweigen ist keine Option, wenn »eine Berühmtheit« oder der angeblich »meist bekannte Lehrer des Buddhismus nach dem Dalai Lama« (so DW Buddhisten) undifferenziert eine Religion und ihre Anhänger schlecht macht und zur Spaltung der Gesellschaft beiträgt.

      Im Übrigen, mir wurde auch mal das Mikro weggenommen, von einem Parteibonzen in der DDR, dem Bürgermeister meiner Heimatstadt, als ich ihm widersprach, dass „wir“ die „Republikflüchtlinge“ verurteilen. Es spricht Bände, dass Ole das ihn Hinterfragen nicht zulassen kann und lieber das Mikro wegnehmen lässt … Ziemliche Schräglage und schweigende DW ler und eine schweigende DW Führung machen sich zum Komplizen.

      Danke für Deine Kommentare und alles Gute für Dich, Ole, den DW und die Erfüllung Eurer spirituellen Wünsche.

      1. Michael

        Auch für Dich/Euch alles erdenklich Gute. Schön, dass es trotz unterschiedlicher Sichtweisen möglich ist einen in der Form freundlichen Umgang zu wahren. Obwohl wir in der Sache sicherlich recht unterschiedliche Positionen leben.

  5. Michael

    Hallo Wolfsmutje,
    ich möchte, zufällig auf diese Seite „gestoßen“, einige Anmerkungen zum Thema „Diamantwegbuddhismus“ machen. Bin seit fast 30 Jahren Schüler von Ole Nydahl, trotzdem fühle ich mich nicht als Teil einer Sekte. Auch mit deinem Artikel habe ich wenig Probleme. Es gelingt, auch mit einer kritischen Haltung zu einigen öffentlichen Aussagen, die die Lehrer treffen, Teil der Gemeinschaft zu sein. Auch ohne die erwähnte Bewaffnung und das gelagerte Wasser im Keller!!! Allerdings hat auch unsere Regierung empfohlen für Krisenzeiten kleine Vorräte zu deponieren.
    Zur Verstümmelung (Beschneidung) empfehle ich die Bücher von Herrn Nehberg. Obwohl dieser ausgewiesener Moslemfreund ist, habe ich kein Problem seine Organisation Target zu unterstützen und den Diamantweg mit seinen vielen Angeboten. Es wird deutlich, dass es gerade in islamisch geprägten Kulturen noch diese Folter an Frauen gibt. Dazu äußert sich bei Fragen auch Ole Nydahl. Vielleicht nicht politisch korrekt, aber wenn ich etwas über Politik erfahren möchte, frage ich nicht unbedingt einen buddhistischen Lehrer. Es soll Leute geben, die den Lehrer auch zum neuen Auto befragen.
    Zu erwarten, dass ein Lama im christlichen Sinne heilig ist, ist m.E. nicht zielführend. Die vielen Skandale von Lehrern zeugen davon. Der letzte große Aufreger ist das Verhalten von dem Nyingma Sogyal Rinpoche. Das soll in kleinster Weise entschuldigt werden, aber scheinbar sind selbst gute buddhistische Lehrer nicht frei von „Fehlern“. Immer wenn ich Probleme mit Aussagen des Lehrers habe bzw. hatte, dann war es möglich diese mit ihm zu klären.
    Ich denke, dass es kein Problem ist den Lehrer zu wechseln, sich anderen Gruppen anzuschließen etc. Ole sagt eigentlich nichts Anderes. Ok, den Islam sieht er sehr kritisch, aber den politischen Islam unproblematisch zu sehen, ist wahrscheinlich nur auf absoluter Ebene möglich. Würde mir nur wünschen, neben den kritischen Anmerkungen, auch die wundervollen Leistungen von Hannah und Ole weiterhinzu würdigen.
    Ich fühle mich auch nach diesen vielen Jahren von Ole inspiriert und lerne durch ihn und sein Beispiel viel über den Geist.

    Viele Grüße und mögest Du weiter kritisch auf die Welt blicken

    Michael

    1. Hallo Michael,
      Ich mache es kurz.
      Wasser und Vorräte im Keller – Klar!
      Bewaffnung? Also lieber in Richtung Selbstjustiz gehen, wie manch anderen Ländern? Zu einem dritte Welt Staat werden wie es die USA vormachen? Das ist meines Erachtens kein Fortschritt, wie man ihn auf dem Weg zur Erleuchtung haben sollte, eher ein Schritt in Richtung unreflektiertes Wesen ohne Vernunft.
      Der Islam? Ist so vielfältig wie das Christentum und der Buddhismus! Die Lehren (B,C und I) haben mit dem, wie die Menschen es leben leider nur noch bedingt etwas zu tun. Alles über einen Kamm zu scheren bringt rein gar nichts. Weibliche Beschneidung ist eine Verstümmelung und hat mit dem Islam rein gar nichts zu tun. Nur mit den Traditionen irgendwelcher Personen, die glauben Menschen zu sein.
      Ich finde es allerdings kritisch, wenn empfohlen wird, dass man auf eine Person, die extra auch noch als Yogi bezeichnet wird, meditieren soll und das diese Person nicht in der Lage ist eine Digitaluhr abzulesen und meines Erachtens alle Anzeichen von fortgeschrittener Demenz, bzw. CJK aufweist erscheint mir extrem verlogen und ein Personenkult, den ich sehr gefährlich finde.

      Ich wünsche Dir Erleuchtung
      Blackwolf

    2. Hi Michael,
      Dein Kommentar kommt so locker flockig daher, verbreitet aber die gleichen undifferenzierten Fehlinfos wie oben kritisiert.

      Generell ist die Genitalverstümmelung bei Mädchen keine Sache des Islams sondern bestimmter afrikanischer und asiatischer Kulturen. Genitalverstümmelung (oder sogenannte »Beschneidungen«) bei Mädchen werden von Moslems, aber auch von Christen und Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften praktiziert. Hier findest Du Details: http://www.strassenkinderreport.de/index.php?goto=388

      Was Du dort nicht findest ist, dass es in Saudi Arabien, Irak oder Iran – alles muslimische Länder – Genitalbeschneidungen gibt. Damit wird, denke ich, für den nachdenkenden Menschen klar, dass Nydahl das Argument der Genitalbeschneidung entweder unwissend oder bewusst einsetzt, um Muslime zu diskreditieren, oder? Du verlängerst das hier in der Kommentarsektion. Eigentlich hätte Dir das ja schon durch obigen Beitrag erkenntlich sein können, dass das so nicht stimmt. Warum ignorierst Du das und drehst weiter das Rad von irreführenden Behauptungen?

      Auch andere Zeilen von Dir empfinde ich als klassisches Schönreden, Herunterspielen und Flucht in Halbwahrheiten. Die deutsche Regierung hat zwar zum Anlegen von Essensvorräten für den Fall von Katastrophen oder eines bewaffnete Angriffs geraten, aber nicht dazu »einen Waffenschein [zu] machen und schießen [zu] lernen«; noch hat die dt Regierung den Aufruf auf der Basis einer heraufbeschwörten Bedrohung durch ›den Islam‹ abgesetzt.

      Ole Nydahl soll ja auch empfohlen haben Zeitungen zu lesen, um sich über den Islam zu informieren. Nun, ob Herr Nehberg da eine verlässlichere Quelle der Information ist als Zeitungen? Ich ziehe gut informierte oder kritisch-akademische Quellen vor, die differenzieren und keine unredliche Pauschalisierungen betreiben.

      Du spielst auch die sogenannte »Islam-Kritik« Oles (oder der AfD bzw anderer rechter Gruppen) herunter.

      So sagt zB der Islamwissenschaftler Guido Steinberg – laut Berliner Morgenpost einer der renommiertesten deutschen Terrorismusexperten –, dass die Auffassung terroristische Anschläge seien eine logische Folge des Islams, Gewalt sei ein immanenter Bestandteil desselben und der Islam sei nicht mit der Demokratie vereinbar sogenannte Islamkritiker und Dschihadisten eint.

      D.h. letztlich, Nydahl betrachtetet genau wie die selbsternannten Gotteskrieger Gewalt als immanenten Bestandteil des Islams. Ganau wie sie, legt er den Koran wörtlich und einseitig aus.

      Steinberg: „Als Islamwissenschaftler muss ich aber anmerken, dass es diesen einen Wesenskern des Islam nicht gibt. Der Islam hat eine lange und wechselvolle Geschichte und es gibt ein breites Spektrum von Interpretationen.“ Aussagen wie „Der Islam ist…“ seien deshalb „unsinnig“. „Entscheidend ist, wie Muslime den Islam interpretieren. Millionen von Muslimen zeigen, dass sie Demokraten sein können und die ganz überwiegende Zahl ist anständig und friedlich wie Katholiken, Protestanten und andere auch.“

      Auch ein netter (und typischer Ansatz unter seiner Schülerschaft) von Dir, den Politiker Nydahl vom Buddhisten Nydahl zu trennen. Es ist aber die selbe Person. Warum sollte man Nydahl in 2 Personen aufspalten? Zudem äußert sich Nydahl freiwillig politisch und nicht nur auf Anfrage. Es ist also nicht so wie du darstellst, dass ihn Schüler einfach fragen und (das soll es wohl implizieren) Ole aus lauter Höflichkeit dann eine politische Antwort gibt. Nydahl hat eine Agenda bezüglich Islam, oder? Was er sagt ist pauschalisierend und nicht differenziert, oder? Warum spielst Du das herunter?

      Wer erwartet, dass Ole im christlichen Sinne heilig ist? Ein Journalist nannte seine Reden vor kurzem »Hass-Predigten«. Hier wird einer also von einigen als ein Hetzer wahrgenommen, als einer der Menschen anderer Kulturen und Religionen unfair behandelt oder gegen sie hetzt, auch rassistisch haben Menschen einige seine Aussagen wahrgenommen. Feindseligkeit, Rassismus oder Hass sind keine buddhistischen Tugenden und von einem »Meister« oder »Lama« des Buddhismus darf man ja wohl erwarten, dass er keine Feindbilder, Hass oder Ignoranz über Menschen anderer Kulturen oder Religionen verbreitet, oder? Ist eigentlich ein ganz geerdeter, normaler, Maßstab, den man anlegen kann finde ich.

      Es geht auch nicht darum, was »politisch korrekt« ist. Es geht darum, dass hier einer als spaltend und gegen andere Menschen verunglimpfend (oder verhetzend) wahrgenommen wird, oder wie die DBU im Jahr 2000 auf Basis einer 27seitigen Analyse seiner Vorträge und Veröffentlichungen in einer Stellungnahme bekannt machte, um jemanden, dessen Äußerungen in Bezug auf folgende Punkte inakzeptabel und nicht mit der buddhistischen Lehre in Einklang zu bringen sind gesehen werden:

      – Ole Nydahls Pauschalurteil über den Islam
      – seine politischen Aussagen, die als rechtslastig und teilweise rassistisch gedeutet wurden
      – seine als militant und undifferenziert empfundene Redeweise
      – sein als maßlos und großspurig wahrgenommenes Auftreten
      – sein als »unbuddhistisch« empfundener Umgang mit den Themen Frauen, Sex und Spaß

      Mit Ole kann man scheinbar auch nichts wirklich klären, oder? Im obigen Beitrag wird der nachfragenden Person ja das Mikrofon auf Anweisung Nydahls weggenommen, als sie Klärung sucht. Als Nydahl im Dezember 17 in Buenos Aires einen Vortrag gab, konnte der Fragende genauso wenig die »islamophoben Tiraden« Nydahls, »die atemberaubende Verallgemeinerungen über eine Weltreligion machen, die über 1,5 Milliarden Anhänger hat« klären. Sein Kommentar wurde sogar auf der Nydahl Facebook Seite gelöscht (oder versteckt). Mach Dir und uns doch bitte nichts vor!

      Du versuchst es ja so darzustellen, als seist Du offen für Kritik, in Wahrheit spielst Du berechtigte Kritik hier herunter. Allein die Wortwahl »der letzte große Aufreger«… – dabei geht es bei Sogyal Rinpoche u.a. um sexuelle Gewalt, die vertrauensvolle Schüler traumatisiert hat oder auch Schüler, die ob der Gewalt in psychologischer Behandlung oder sogar der Psychiatrie sind! Es geht nicht um einfache menschliche Fehler sondern massiven Machtmissbrauch eines scheinbar völlig narzisstischen, durch naive westliche Schüler beflügelten, größenwahnsinnigen buddhistischen Lehrers. Es geht um Gewalt, Manipulation, spirituellen, emotionalen, finanziellen und sexuellen Missbrauch, der Schüler in die Irre und ins Leid treibt. (Allerdings, was sich SR geleistet hat, ist schon noch ein anderes Kaliber als was Nydahl tut. Das sollte man auch klar unterscheiden… Ex-Schüler sprechen bei SR auch von »kriminellem Verhalten«…)

      Ich stimme allerdings zu, soweit mir bekannt, ist es kein Problem den Lehrer zu wechseln oder Nydahl zu verlassen. Soweit mir bekannt, droht er nicht mit Samaya-Bruch, Hölle oder so. Das ist schon mal sehr gut!

      Ansonsten, klar Lob immer gut und daran mangelt es doch nicht, oder? Ist Hannah der Film nicht eine wunderbarer Lobpreis bzw völlig unkritischer Werbefilm für beide? Ist das bisschen Kritik hier so schwer zu ertragen? Lobhudeleien werden ja nicht mit teuren juristischen Verfahren vom DW / Nydahl eingeschränkt, kritische Blogger – wegen Kleinigkeiten – aber schon… Auch hier: bitte Kontext und Perspektive wären nicht schlecht. Berechtigte Kritik muss auch nicht vernebelt werden, kann man einfach so stehen lassen oder wenn sie falsch ist ganz klar korrigieren. Das hilft dann allen Beteiligten.

  6. Pingback: Lama Ole Nydahl: »Nehmt ihr das Mikrofon weg!« – Kritisches Nachfragen nicht erwünscht – Buddhismus auf Abwegen

  7. Pingback: AfD-Lama Nydahl: Zeugen gesucht! « Der Unbuddhist

  8. Lisa

    Hallo,
    ich finden diesen Blog super! Ich war 15 Jahre Schülerin von Ole Nydahl und habe sogar zwei Ngöndros gemacht und kann die Kritik gegen Ole Nydahl nur unterstützen. Es ist in den Gruppen mittlerweile auch üblich, Kritik zu verbieten. Man darf z.B. auch nicht sagen, wenn man glaubt das Ole Nydahl nicht befreit ist!!! Des Weiteren wird einem auch vorgeworfen, dass man die tiefgreifenden und erleuchteten Worte nicht verstehen würde!!! Vielleicht brauchte ich erstmal genügend Meditation um aufzuwachen, um verstehen zu können, wie gefährlich der Diamantweg ist und jedem raten sollte andere Gruppe aufzusuchen.

    1. Hallo Lisa,
      Nicht der Diamantweg ist gefährlich, sondern das fehlerhafte Praktizieren.
      Ole wird meines Wissens nach von seinen eigenen Lehrern nicht mehr geachtet.
      Das Problem ist, dass es in Europa nur einen gab, der so charismatisch die Lehren verbreitet hat und Charisma hat schon Religionen hervorgebracht, die dann im Regelfall wieder für Macht, Reichtum und/oder Ansehen missbraucht wurden.

    2. Peterle

      Hallo Lisa, auch ich war 15 Jahre dabei, ok 2 Ngöndros habe ich nicht geschafft 🙂 Ich habe 2015 aus genau diesen gründen die hier als Kritikpunkte erhoben werden die Sangha verlassen. ich habe lange gehadert da ich die Belehrungen, auch heute noch, sehr spannend und bereichernd finde. Lange habe ich die Islamophopie ignoriert, bzw. habe dann bei Vorträgen den Saal verlassen und habe immer den Satz von Ole wiederholt „man muss um Ihn als Lehrer zu haben, politisch nicht auf der selben Linie sein wie er“. In meinem Sanghaumfeld bin ich der Diskussion allerdings nicht aus dem weg gegangen. Leider war ich da einsam auf weiter Flur, schade dich nicht getroffen zu haben 😉 ich wurde als linksversiffter Gutmensch, einer der die Islamisierung Europas fördert, Antifa-Zecke, Terroristenschwein und was weis ich alles bezeichnet. nichts davon trifft zu – aber hauptsache mal denunziert.

      Ole ist nicht islamkritisch er sieht sich als Krieger gegen den Islam. Der Islam ist nach seiner und der meisten Schülers Auffassung die Wurzel allen Übels und muss um jeden Preis gestoppt werden. Dazu ist jedes Mittel recht. Auf eine Frage warum er denn nie etwas gegen Kindersoldaten in Afrika sage antwortete er einmal: Weil diese dort das letzte Bollwerk gegen den Islam stellen!

      Ole schürt erhebliche Ängste bei seinen Schülern. Bei dem letzten Kurs den ich besuchte stellte eine Schülerin die Frage: Lama Ole ich fühle mich in Anbetracht der vielen Flüchtlinge die hier ankommen nicht mehr wohl, ich werde trotz Meditation nicht mehr richtig froh.

      Die Antwort war kurz und knapp:
      Was soll man sagen, die Flüchtlinge kommen hierher vergewaltigen unsere Kinder und schneiden unseren Frauen die Klitoris ab. Dannach hat er nichts mehr gesagt – eine Minute sehr ernst das Publikum gemustert und ist dann zu nächsten Frage weiter. Man konnte das unbehagen im Saal förmlich spüren.

      Später hat er noch empfohlen die AfD zu wählen und sich der PEGIDA anzuschliesen und klar Lesebriefe schreiben. – für mich wars dann das. Sei dem nie mehr dort gewesen. Schade was daraus wurde – vor 17 jahren war das echt ein lustiger Haufen. Keiner den ich kenne hat sich in die Richtung entwickelt wie es eigentlich lt. Lehre nach geschehen sollte. Das krasse Gegenteil ist der Fall. Viele einst weltoffene Menschen sind geprägt von Hass und hauen menschenverachtende Stammtischparolen raus und halten das für cool und Konzepte sprengend.

      1. Fledi

        Nachdem es wegen Kommentaren schon zu Abmahnungen kam, würde ich ja das Wörtchen „Sinngemäß“ ganz viel verwenden…
        Hier ist außerdem keine wörtliche Rede verwendet worden, es geht also ganz klar nicht um wörtliche Zitate, sondern es erfolgte ganz offenbar eine sinngemäße Zusammenfassung von Äußerungen, die eventuell auch überspitzt formuliert sein können.

  9. Rainer

    Danke für diesen Beitrag. Auch ich sehe das so. Wollte erst letzte Woche Mitglied in einem Zentrum werden. Zum Glück hat es nicht geklappt. Ich lehne nämlich JEDEN Personenkult ab und nehme schon gar nicht Zuflucht zu Ole Nydahl. Das Wort „Lama“ lasse ich bewusst weg, wer wissen will warum, im Netz finden sich genug fundierte Gründe dafür.
    Für mich leitet Herr Nydahl eine Sekte, die genau wieder so verschwinden wird wie sie gekommen ist (dies ist meine eigene subjektive Meinung).

    1. Leider ist diese „Sekte“ mittlerweile sehr wohlhabend und leistet es sich alles und jeden zu verklagen, der auch nur ansatzweise wahrlich Erlebtes versucht an die Öffentlichkeit zu bringen.
      Ich musste den Blog auch schon „korrigieren“, aber der Rechtsstreit ist noch nicht vorbei und ich habe schließlich Zeugen und Beweise.

  10. Ich werde gerade durch einen Twitter-Hinweis auf diesen Artikel aufmerksam – und schüttele den Kopf. Nicht so sehr über die Abneigung gegen Lama Ole Nydahl – das ist eine persönliche Entscheidung – sondern über die Energie und Ausdauer, mit der hier in dem langatmigen, ermüdendem Erguss verunglimpft wird. Tut mir leid, das so sagen zu müssen.

    Den Vorfall mit dem „nehmt ihr das Mikro weg“ habe ich als Zeuge mitbekommen. Er wird sehr verdreht widergegeben. Die besagte Dame redete wirr, fand weder Punkt noch Komma, und als nach einigen Minuten die ersten Ungeduldsbekundungen aus der Zuhörerschaft kamen („Was ist denn nun deine Frage?“ und bald darauf „Aufhören!“) fing sie wieder von vorne an. Da hätte auch fast jeder andere ihr das Wort entzogen. Lama Ole Nydahl sagte dennoch anschließend etwas zu ihrer „Frage“.

    Auch andere Zitate, die hier aufgeführt werden, stimmen so nicht oder nur teilweise bzw. (sorry wg. Standardfloskel) sind aus dem Zusammenhang gerissen. Dass auf dem Kurs vermehrt Fragen zu Islam, Terrorgefahr, Sicherheit, Integration, Frauenrechte etc. kamen: Das muss niemandem gefallen, entspricht aber dem Zeitgeist. Man zähle nur, wie viele Talkshows auf ARD und ZDF sich in den letzten zwei Jahren mit diesen Themen befasst haben! Was hier die Autorin, unter tibetischem Pseudonym, von sich gibt, ist polemisch und von den Störgefühlen geprägt, die sie so gerne wegmeditiert haben möchte. Nur wird das nicht funktionieren, wenn man diese aber auf einen Lehrer projeziert, an den man ganz offensichtlich die falschen Erwartungen stellt.

    Buddhismus ist etwas für Leute, die ihre innewohnenden Qualitäten wie Liebe, aktives Mitgefühl, Mitfreude, Gleichmut etc. entwickeln und mit Weisheit veredeln wollen – so dass diese nie wieder verloren gehen und Störgefühle irgendwann von selbst keinen Platz mehr haben. So gesehen ist es immer sinnvoller, seine Energien auf das zu richten, was aufbaut – und nicht auf das, was Zweifel und Zorn verstärkt. (Und sorry: Hier sind es nicht immer „die anderen“, die dafür verantwortlich sind.)
    Manch einer mag diesen lang geratenen, mit Unmutsbekundungen überfrachteten Text als eine Kritik an Lama Ole Nydahl verstehen. Andere werden eher einen komplizierten Gemütszustand der Autorin herauslesen. Möge sie einen geistigen Lehrer finden, der zu ihr passt und sie sich so großartig entwickeln, dass sie es nie wieder nötig haben wird, über Lehrer der anderen zu lästern. Zum Glück gibt es auch andere buddhistische Traditionen, die ich mit gutem Gewissen empfehlen kann – für Menschen, die einen anderen Zugang brauchen.

    1. Historix108, mal ein paar grundsätzliche Gedanken zu Ihrem Vorgehen:

      1) Sie unterstellen einer Kritikerin Ole Nydahls, die selbst Schülerin von ihm ist/war aber in der Lage ist sein Auftreten, seine Aussagen, den Inhalt, Aktivitäten und das drumherum kritisch zu hinterfragen eine schlechte Motivation, nämlich „Abneigung“ bzw Feindseligkeit.
      2) Inhaltlich – zB in Bezug auf die Zusammenhänge und Hintergründe der Beschneidung von Frauen – ein Thema das Nydahl ja aufbrachte und offensichtlich falsch und verdreht erklärte – können Sie dem Post nichts abgewinnen sondern denunzieren es als „langatmigen, ermüdendem Erguss“.
      3) Sie unterstellen der Verfasserin „Verunglimpfung“ (=schmähen, beleidigen; mit Worten herabsetzen; diffamieren, verächtlich machen). Sie liefern aber gar keine konkreten Belege dafür sondern behaupten das in den Raum als würde es sich um offensichtliche Tatsachen handeln, die jeder sehen kann. Dem ist nicht so, soweit ich das überblicke. Als „Beweis“ für diese Anschuldigung der „Verunglimpfung“ – die in sich selbst auch eine „Verunglimpfung“ der Verfasserin sein kann (wie auch ihr ganzer Kommentar – eine Projektion am Ende?) – geben Sie ihre eigene Erfahrung als Ole Nydahl Schüler vom Event und ihren Beobachtungen wieder. Sie haben sicher registriert, dass dem bereits auf dem von WolfSmukje verlinkten Blog – wo Sie ein ähnliches Statement gepostet haben – widersprochen wurde: „Eine Videoaufzeichnung der Passagen zu Marine Le Pen liegt mir vor. Nydahl ist wörtlich zitiert worden, auch mit einer längeren Passage. Nein, das war nicht aus dem Zusammenhang gerissen.“ – trotzdem versuchen Sie hier noch einmal die Kritik als „Verleumdung“ einer feindseligen Person darzustellen.
      4) Belustigend finde ich den verkündeten Selbstanspruch „Buddhismus ist etwas für Leute, die ihre innewohnenden Qualitäten wie Liebe, aktives Mitgefühl, Mitfreude, Gleichmut etc. entwickeln und mit Weisheit veredeln wollen – so dass diese nie wieder verloren gehen und Störgefühle irgendwann von selbst keinen Platz mehr haben. So gesehen ist es immer sinnvoller, seine Energien auf das zu richten, was aufbaut – und nicht auf das, was Zweifel und Zorn verstärkt. (Und sorry: Hier sind es nicht immer „die anderen“, die dafür verantwortlich sind.)“, weil Sie offensichtlich nicht sehen, dass der Diamantweg und Ole Nydahl in Bezug auf Muslime und Menschen die aus tiefster Not geflüchtet sind – sog. Flüchtlinge – dies schlicht nicht leben sondern Begründungen und Ansätze verfolgen, die Feindseligkeit, Unwissenheit und Hass fördern – also „innewohnenden Qualitäten wie Liebe, aktives Mitgefühl, Mitfreude, Gleichmut“ kaputt machen oder erst gar nicht entstehen lassen.

      Kleine Umkehr Ihrer letzten Aussage:
      „Manch einer mag diese kurzen Unmutsbekundungen basierend auf Feindseligkeit gegenüber einer Ole Nydahl-Kritikerin als eine Kritik an einer Lama Ole Nydahl-Kritikerin verstehen. Andere werden eher einen komplizierten Gemütszustand des Autors herauslesen. Möge er einen geistigen Lehrer finden, der zu ihm passt und er sich so großartig entwickeln, dass er es nie wieder nötig haben wird, über Kritiker, die berechtigte Kritik äußern, zu lästern. Zum Glück gibt es auch andere buddhistische Traditionen, die ich mit gutem Gewissen empfehlen kann – für Menschen, die einen anderen Zugang brauchen.“

  11. Sehr erfreulich, wenn sich unter den Schülern von Ole endlich vermehrt solche Stimmen äussern. Ich darf dabei aber nur daran erinnern, dass das alles absolut nichts Neues ist. Schon Anfang der 80er Jahre, als auch ich noch Ole-Fan und mit ihm in Rumtek und Kathmandu war, hat Ole genau dieselbe antislamische, antichristliche und antiafrikanische Hetze betrieben (Originalton: „Alle mit schlechtem Karma werden in Afrika wiedergeboren“!!!).

    Ende der 90er Jahre gab es in der Deutschen Buddhistischen Union eine lange hitzige Debatte darüber, ob es nicht endlich an der Zeit ist, Ole und den BDD wegen der dort verbreiteten rassistischen Hetze und militaristischen Gesinnung aus der DBU auszuschliessen. Ole hat dann Besserung versprochen aber nichts davon ist geschehen. Für mich ist es darum schon seit 35 Jahren völlig unbegreiflich, wie man diesen rechtsradikal-politischen Demagogen als „erleuchtet“, „Lama“ und „Meditationsobjekt“ ansehen kann, es sei denn, man wirft alle buddhistische Ethik, einschließlich Mitgefühl (karuna) und Gewaltfreiheit (ahimsa) über Bord. Ein solcher Buddhismus ist aber kein bisschen besser als die Religion, gegen die er hetzt.

  12. Gut zu sehen, dass es noch andere kritische Stimmen gibt, die das „freie Denken“ – das Ole Nydahl für sich und seine Schüler als Markenmerkmal des „Diamantwegs“ Nydahlscher Prägung reklamiert und als Überlegenheitsmerkmal gegenüber anderen Buddhisten heraus stellt – nicht nur auf andere sondern auch mal auf die eigenen Zustände angewandt wird 😉

    Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) – deren mitgliederstärkster Verein der Diamantweg ist – hat sich leider trotz mehrfacher Aufforderung nicht von den zynischen und menschenverachtenden Aussagen distanziert, die Nydahl in einem Interview 2016 mit der Nordhessen Rundschau machte.

    In Bezug auf Menschen, die vor Krieg, Terror oder Folter aus islamischen Ländern nach Europa geflüchtet sind, äußerte Nydahl die Ansicht, dass wenn Europäer den Koran gelesen und verstanden hätten,

    hätt’ man vielleicht nicht so viele über die Grenze geholt oder aus dem Wasser geholt sogar. [lacht]

    Mehr zum Thema Nydahl & Islam hier: http://info-buddhismus.de/lama_ole_nydahl.html#Islam (von dort stammt auch das Zitat von Nydahl als „Yogi“).

  13. H. Parker

    Gibt es irgendwo eine Aufnahme dieses Vortrags?
    Im Sinne des Hinterfragens ist mir deine innere Stimme lieb, doch die Originalstimme von Ole würde mir mehr Realitätsbezug schaffen.

  14. Felix

    Danke für diesen Artikel! Ich habe selbst eine ähnliche Erfahrung mit Ole auf dem Sommerkurs 2016 gemacht. Nachdem ich bei einer Zettel-Fragerunde an Ole, bei der es ebenfalls nach kürzester Zeit um seine politische Meinung und nicht um buddhistische Belehrungen nach einer etwas seltsamen Aussage seinerseits nachfragte, ob man nicht gerade Muslime, die in diese Religion hineingeboren werden, um Ihr Leben fürchten und gerade auf der Flucht sind vor dem radikalen Islam, sollte man nicht gerade diesen Mitgefühl entgegen bringen?
    Diese Nachfrage bezeichnete er „als die dümmste Frage, die er je gehört hätte“. Daraufhin kam die Frage auf dem nächsten Zettel: „Sollen wir die AfD wählen?“ – „Natürlich!“
    Im weiteren Verlauf ließ sich Ole dann auch nicht nehmen, noch Donald Trump zu bewundern, bevor ich das Zelt verließ. Dies hat nun wirklich nichts mehr mit Buddhismus zu tun. Das Schlimme ist jedoch, dass etwa 1000 Leute dort sitzen blieben und diese undifferenzierten und mehr als fragwürdigen Aussagen möglicherweise als weise Belehrungen eines Lamas einordnen. Der Diamantweg wird so zur Politveranstaltung sämtlicher rechtspopulistischer Parteien. JedeR einzelne sollte sich gut überlegen, ob man a) dort mitmachen und b) das weiter zulassen möchte…

  15. Izabela Schmidt

    Danke für den Beitrag. Er nur bestätigt, das was ich schon früher vermutet (gewusst) habe. Zum Glück haben wir bereits in Deutschland Alternativen im Karma Kagyu Buddhismus. Die Rinpoches, die zu uns kommen, lehren einfach Busshismus pur 🙂
    Und das freut mich.
    Liebe Grüße
    Iza

  16. Cailin

    Danke für den Beitrag. Mir wird einfach nur schlecht, wenn Buddhismus für Propagandazwecke mißbraucht wird. Es war unfassbar, was für Halbwahrheiten dieser Mensch ablässt und dafür noch gefeiert wird. Für mich hat sich der Diamantweg erledigt. Mir kommt immer noch das Gruseln, wenn ich an die Veranstaltung denke.

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